Archive for Oktober 2007

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Seltsame Gelüste, Teil 2

31.10.2007

Was im Moment auch ganz schlimm ist, ist mein Heißhunger auf Käse.

Ich eß normalerweise selten bis nie Käse, weil er mir zum einen zu fett ist, zum anderen, weil ich ne kleine Laktoseunverträglichkeit habe, also mein Magen in beiden Fällen mehr oder weniger deutlich “nope” sagt. Aber im Moment könnt ich mich an Käse totessen. Nix dramatisches, ganz einfacher Edamer, dünn aufgeschnitten, ob jetzt pur, oder über was geschmolzen oder einfach auf ner Scheibe Brot. Und das überschreitet eigentlich auch schon die Grenze von Gelüste und geht in Richtung Verlangen.

Ich kann mich ja normalerweise auf meinen Körper verlassen. Wenn er nach irgendwas schreit, dann hat das meist auch seinen Grund, und deswegen bekommt er das dann auch. Nur in dem Fall ist das echt strange, weil mein Magen natürlich trotzdem nicht so begeistert davon ist. Wenn jetzt irgendwo ein Komet mit langem Schweif (somit nein, 17P/Holmes zählt nicht!!!) auftaucht, fang ich an nervös zu werden. ;)

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Mein kleiner grüner Kaktus

30.10.2007

Mein Bruder ist ja jemand, der eigentlich IMMER sticheln muß. Und das zum Teil auf echt verletzende Art und Weise. Mittlerweile hab ich da ein dickes Fell, und laß ihn auch deutlich spüren, daß es mir entschieden zu doof ist, darauf auch nur ansatzweise zu reagieren.

Was mich allerdings dann doch immer wieder ankotzt ist, daß er die Retourkutsche so gar nicht vertragen kann, und da ein Heck-Meck veranstaltet, wenn jemand es wagt, ihn ein bischen zu kritisieren. Ich kanns nicht leiden, wenn jemand zwar gut austeilen kann – am Besten noch mit einem “Hey, war doch gar nicht so gemeint, stell dich nicht so an!”, wenn man ihn darauf hinweist, daß er seine Grenzen überschreitet – aber wenns ums Einstecken geht zum kleinen Sensibelchen mutiert.

Weil ne, “war doch nicht so gemeint, stell dich nicht so an”! :twisted:

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Blog-Event XXIX: Bistroküche

29.10.2007

Blog-Event XXIX: BistrokücheEs fällt mir ja schon schwer, das Thema “Bistroküche” in den Griff zu bekommen. Ich bin mir nicht so wirklich sicher, was ich damit verbinde bzw. wie ich das auf den Punkt bekomme. Eine Idee hatte/habe ich, die ist zwar für mich handwerklich ne Herausforderung (und mal sehen, ob ich noch dazu komme), aber eigentlich auch langweilig. ;)

Gestern abend hatte ich Hunger, und hab mich dann durch meinen Kühl- und Voratsschrank gewühlt, was ich denn so alles für ein leckeres Essen finde. Und da kam mir die Idee, daß das ja eigentlich auch etwas für die Bistroküche ist.

Ich stell mir da ein kleines Bistro irgendwo in der Pampa vor, was eigentlich schon fast geschlossen hat, wo aber noch ein Fremder auf der Durchreise reinschaut und fragt, ob er noch etwas zu essen bekommt. Die Küche ist natürlich schon geschlossen, alles blitzblank geputzt und weggeräumt, aber als guter Wirt laß ich mir selbstverständlich was einfallen, um meinen Gast zufrieden zu stellen. Was herzhaftes, schnell und ohne groß Geschirr einzusauen zum zubereiten, was ihn gesättigt weiter ziehen läßt.

Herausgekommen ist dabei eine Gemüsepfanne, und ich hoffe, sie schmeckt dem Gast zusammen mit einem Stück Baguette und einem Glas rotem Landwein aufs Haus, während die Stammgäste am Nebentisch bei einem Pernod den Abend ausklingen lassen. :)

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Blog-Event XXIX: Gemüsepfanne

29.10.2007

(Hauptartikel)

gemuesepfanne.jpg

1 Minutensteak
Brokkoli, ca. 150g
Knollensellerie, ca. 100g
3 Scheiben Bacon
1 Zwiebel
Lauch, ca. 10 cm von einer Stange
2 festkochende Kartoffeln, gekocht und abgekühlt
1 rote Paprika
1 Scheibe Käse
Butter
Sojasoße
Süß-scharfe Asiasoße
Salz, Pfeffer, Paprika

Minutensteak in Streifen schneiden, mit etwas Soja- und Asiasoße vermischen und im Kühlschrank durchziehen lassen.

Den Brokkoli waschen, portionieren. Die abgeschnittenen Stiele schälen und in Würfel schneiden. Den Sellerie ebenfalls putzen und in kleine Würfel schneiden. Beide zusammen in wenig Wasser (so daß es mehr gedämpft als gekocht wird) bissfest kochen.

Bacon in Streifen schneiden, in einer Pfanne auslassen. Die Zwiebeln in halbe Ringe schneiden und darin glasig anbraten. Etwas Butter in die Pfanne geben (je nachdem, wie fett der Bacon war mehr oder weniger), den Lauch ebenfalls in dünne halbe Ringe schneiden und alles zusammen goldbraun anbraten.

Die Kartoffeln in Scheiben schneiden und in die Pfanne geben. Mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Den in dünne Streifen geschnittenen Paprika dazu geben.

Alles solange braten, bis die Kartoffeln einen knusprigen Rand (wie Bratkartoffeln) bekommen und der Paprika weich ist, dann auf eine Seite der Pfanne schieben.

In dem freien Eck das eingelegte Minutensteak braten, dann den Brokkoli und Sellerie dazu geben, alles vermischen und noch einmal abschmecken.

Den Käse in kleine Würfel schneiden, verteilen und schmelzen lassen (die Herdplatte kann dabei schon ausgeschalten werden).

Die Menge reicht für 1-2 Personen.

Wie im Haupttext zu diesem Event schon geschrieben, ist dieses Rezept aus dem entstanden, was ich so in meiner Küche gefunden habe, die Mengenangaben sind also eher grob geschätzt zu sehen. Knoblauch macht sich darin bestimmt auch gut, aber da war keiner mehr da! ;)

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Ka like a wind

28.10.2007

Ich leiste im Moment gerade wieder Roland und seinem Ka-tet Gesellschaft auf dem Weg zum Dunklen Turm.

Roland ist für mich einer der besten Charaktere, die jemals geschrieben wurden. Von der Geschichte selber kann man halten, was man will (ich verzeih Mr. King das Ende von Band 7 noch nicht wirklich, mal gucken, wie es mir diesmal gefällt), aber Roland ist einfach der Hammer. Allein die Charakterentwicklung, mehr oder weniger von Seite zu Seite kommt eine neue Ebene dazu, wird er vielschichtiger. Er ist eine dieser schwer-zu-lieben Figuren, aber dann dafür um so heftiger.

Bird and Bear and Hare and Fish.

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Seltsame Gelüste

27.10.2007

Worauf ich im Moment ja total abfahre, ist ein Gematsche aus Schokopudding ausm Becher, Dosenmandarinen, Weizenkleie, etwas Honig und ein guter Klatscher Ricotta. Alles grob durchrühren und dann geniesen. Hört sich vielleicht furchtbar an, schmeckt aber einfach nur geil.

Das schokoladige vom Pudding, das fruchtige der Mandarinen, das trocken-erdige der Weizenkleie zusammen mit dem krümlig-frischen des Ricotta, durchzogen von süßen Streifen aus Honig, geniale Harmonie auf der Zunge!

Wenn ichs nicht besser wüßte, würd ich ja sagen, ich bin schwanger! :D

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Von Mäusen und Menschen

26.10.2007

Im Moment hab ich mal wieder meine kreative Ader entdeckt, und es macht mir richtig Spaß, wieder mit Photoshop rumzuspielen. Sogar Freistellen – was mich in letzter Zeit eher aufgeregt hat, wenn ich was machen mußte – macht wieder Spaß.

Allerdings ist für so feine Fisselarbeit meine Maus auch nicht mehr die Beste, da ist wohl mal wieder ne Neue fällig. Und das wird wieder ein Drama werden, das weiß ich jetzt schon. Ich mag nämlich nur Mäuse mit Bällen (schade, daß ich hier nicht Englisch schreibe, das wär jetzt ein nettes Wortspiel geworden ;) ). Optische Mäuse kann ich nicht leiden. Ich arbeite eigentlich nur aus dem Handgelenk, wenn ich die Maus bewege, und somit viel mit hochheben und absetzen. Und das bringt bei ner optischen Maus halt nicht allzuviel.

Aber erschwingliche Mäuse mit Bällen sind mittlerweile echt schwer aufzutreiben, das ist wie mit Röhrenmonitoren. Weil ja, ich mag auch keine TFTs! :D

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Verdammte Drecksviecher

25.10.2007

So langsam bin ich am überlegen, ob ich nicht doch wieder weg von der Pampa hier und in die Stadt ziehen soll.

Das war jetzt das zweite Mal innerhalb von drei Monaten, daß bei mir ein für meinen Geschmack viel zu großes achtbeiniges Mistviech in der Wohnung war. Das Drecksteil dieses Mal hab ich Gottseidank auf Anhieb erwischt, und es war nicht so ein K(r)ampf wie beim letzten Mal, aber Gott, ich bin da ernsthaft immer kurz vorm Nervenzusammenbruch. Ich werde kreidebleich, steh kurz vorm Heulkrampf und zitter am ganzen Körper.

Beim letzten Mal war ich dann so hysterisch mit Adrenalin vollgepumpt, daß ich bestimmt noch zehnmal auf das Viech eingeschlagen hab. In “The Stand” gibt es eine Szene, wo eine Figur, nachdem ihr Peiniger getötet wurde, über ihm steht und einen guturalen Siegesschrei loslässt. Das ist zwar von der Situation nicht wirklich vergleichbar, aber das Gefühl konnte ich da gut nachvollziehen.

Prima, ich hatte das letzte Mal gerade so einigermaßen überwunden und bin nicht mehr schreckhaft durch meine Wohnung geschlichen, und dann das. Jetzt werd ich die nächsten Nächte wieder sehr unruhig schlafen, vor allem, weil das blöde Arschteil auch noch in meinem Schlafzimmer war.

Ich weiß auch nicht, was das ist oder woher es kommt, aber das ist so eine Mischung aus Angst, atavistischem Ekel und abgrundtiefem Hass. Und das in Kombination ist ein ziemliches Scheißgefühl. Ich würd da ja gerne ne Therapie machen, aber in den meisten Fällen geht es dabei um Konfrontationstherapie, und mh-mh, no fuckin’ way.

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Kunst und Kommerz

24.10.2007

Nachdem ja die neuen Folgen von Galactica noch etwas auf sich warten lassen, hab ich nun endlich angefangen, Firefly zu gucken – und ja, ich weiß, als Buffy- und SciFi-Fan ist es ne Schande, daß ich das nicht schon früher gemacht habe, ich schäm mich auch durchaus, ok?

Wie bei Joss Wheadon zu erwarten war, gefallen mir die Charaktere schonmal echt gut, wobei ich es natürlich jetzt falsch herum gemacht habe, und Nathan Fillion für mich immer eher Caleb als Mal sein wird.

Ich hab dann auch ein bischen was zu dem Thema gelesen, und was ich faszinierend fand, war die Einmischung von Fox (mal wieder, die regen mich echt so auf) bei der Produktion – und auch, wie weit man als Schreiber darauf eingeht (eingehen muß).

Wo zieht man da als Künstler die Grenze? Und wie vermessen kann man als Produzent sein? Würde jemand Shakespeare bitten, doch “Romeo und Julia” besser in “Romeo und Ethel, die Piratenbraut” ( ;) ) umzuschreiben und umzubenennen? Oder Picasso, doch gefälligst etwas realistischer zu malen? Oder wurde das sogar gemacht, und das, was wir sehen ist schon nicht mehr das, was der Künstler eigentlich im Kopf hatte, sondern die “besser vermarktbare” Version? Und war die alte Version besser oder vielleicht sogar tatsächlich schlechter? Braucht man als Künstler vielleicht sogar jemanden, der einen wieder auf den Boden holt und einen Rahmen steckt?

Wenn ich mich in irgendeiner Form kreativ betätige, hör ich mir ja ganz gerne Kritik an, behalte mir aber auch vor, sie im Zweifelsfall geflissentlich zu ignorieren. Aber gut, dafür mach ich das auch nur als Hobby und nicht, um Geld damit zu verdienen.

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Skurriles in der U-Bahn

23.10.2007

Heut war irgendwie der Tag der skurrilen Menschen in der U-Bahn.

Zuerst kamen – früh um acht – zwei nicht mehr ganz frisch aufgedonnerte Mädels mit Kippe und Becks in der Hand die Rolltreppe runter. An der nächsten Station stand dann einer mit nem Rad in der Hand (also wirklich Rad, ohne “Fahr”, und nur das Rad).

Aber die Krönung kam dann eine Station bevor ich ausgestiegen bin, da ist doch tatsächlich jemand mit einem Fenster in die U-Bahn gestiegen! Und ich frag mich jetzt schon den ganzen Tag, wieso schleppt man ein Fenster durch die Gegend? Also halt auch nur eins? Morgens um acht? Und es war jetzt auch nicht so unbedingt das Neuste, aber auch noch nicht so alt, daß man es als vielleicht als Antiquitäts-Schnäppchen vom Flohmarkt durchgehen lassen könnte.

Sehr sehr seltsam – ich hätte ihn Fragen sollen, meine Neugier und Phantasie ist da ja jetzt echt geweckt bzw. überfordert.

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