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Frustphase

20.05.2007

Heut ist so ein richtiger Depri-Tag.

Das mag aber auch dran liegen, daß ich heute morgen mit „Tommyknockers“ fertig war, und jetzt mal wieder mit „Carrie“ angefangen habe. Gott, ich sollte es eigentlich besser wissen, die beiden Romane ziehen einen halt aber auch brutal runter.

Man muß den Hauptfiguren zuschauen, wie sie sich langsam und sicher und unwiderruflich in die Scheiße reiten, und sowas finde ich echt frustrierend. Vor allem, weil es eben Situationen sind, für die sie noch nichtmal was können, Kategorie „Shit happens“. Und wenn man die Romane schon gelesen hat, weiß man dann auch, daß es keine wundersame Rettung geben wird.

Horrorromane sollen ja angeblich dem Zweck dienen, mit seinen eigenen Ängsten fertig zu werden, nach dem Motto „Guck mal, was denen passiert, dagegen gehts mir ja richtig prima“. Bei Mr. King funktioniert das aber irgendwie immer nicht so, der beschreibt seine Charaktere so gut und intensiv, daß man richtig mit ihnen fühlt, fast als wären sie Freunde. Die wohlige Distanz geht dabei dann flöten.

Bei „Es“ ist das besonders schlimm, da hab ich jedesmal nen Kloß im Hals auf den letzten Seiten. Wenn die übrigen fünf wieder anfangen, sich zu vergessen, und ich weiß, daß das Buch bald vorbei ist, fühl ich mich, als würde ich auch sehr gute Freunde verlieren.

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