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Musik, die mich bewegt (9)

05.12.2007

Stacie Orrico – More To Life

I’ve got it all, but I feel so deprived
I go up, I come down and I’m emptier inside
Tell me what is this thing that I feel like I’m missing
And why can’t I let it go

There’s gotta be more to life
Than chasing down every temporary high to satisfy me

[…]

I’ve got the time and I’m wasting it slowly
Here in this moment I’m half-way out the door
Onto the next thing, I’m searching for something that’s missing

Davon abgesehen, daß ich den Song von ihrer Stimme her schon lange genial finde, ist mir heute im Bus aufgefallen, daß er auch textmäßig im Moment ganz gut zu mir passt.

Im Moment hab ich ja wieder ganz stark diese innere Unruhe, wo ich mit nix und gar nix und überhaupt nix zufrieden bin. Job, Wohnung, Aussehen, mein Tagesablauf, einfach alles. Und wo ich mich eben auch frage, was mir denn gerade so fehlt, was dieses Gefühl verursacht.

Ich meine, wie in dem Song auch beschrieben, ich führe eigentlich ein tolles Leben. Ich hab nen gut bezahlten Job, der mir ein angenehmes Leben ermöglicht, ich leb in einem Land, wo ich alle Rechte habe, mich zu entfalten und das zu tun, worauf ich Lust habe.

Manchmal beneide ich meine Schwester. Sie ist ausgeprägt religiös, was mir ja zu albern ist, aber sie zieht sich halt darüber unglaublich viel Kraft her. Die Schwester von meinem Opa war Nonne, und ich fand dieses Leben unglaublich faszinierend. Da war eben keine Jagd nach den „temporary highs“, sondern was immer ihr auch das Leben brachte, sie hat es gerne angenommen. Keine Kämpfe, irgendwas zu erreichen, sondern ein zufriedenes Leben mit dem, was so des Weges kommt.

Ich weiß nicht, ob mir das nicht tatsächlich dann zu langweilig wäre, ich bin ehrgeizig, und ich mag es, wenn ich – in welchem Bereich auch immer – ein Erfolgserlebnis verzeichnen kann, ich bin ein kleines Luxuskind, aber gerade in so Phasen wie jetzt erscheint es mir auch unglaublich attraktiv, in einer starr geregelten und einfach strukturierten Umgebung einfach so in den Tag zu leben, nichts zu brauchen und dabei fest daran zu glauben, daß das gut so und sinnvoll ist.

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