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Schwangerschaft und Gleichberechtigung

09.04.2008

Über spiegel.de bin ich auf diese Seite und diesen Artikel und die dortige Diskussion gestolpert.

Ich habs ja an anderer Stelle schon mal geschrieben, WIRKLICHE Gleichberechtigung wird es solange nicht geben, wie nur Frauen Kinder bekommen können. Und das ist für beide Geschlechter ziemlich doof, weil es für beide Seiten bedeutet, an manchen Stellen nicht die gleichen Rechte und Pflichten zu haben.

Der einfache Fall ist ja noch, daß der Mann das Kind nicht möchte. Nun, muß er auch nicht. Er muß keinerlei Kontakt zur Frau oder zu dem Kind pflegen. Er ist bisher nur verpflichtet, dafür einen Teil der finanziellen Verantwortung zu übernehmen.

Wobei ich es ehrlich gesagt auch fairer finden würde, wenn sich ein Mann im Vorfeld sogar von dieser Verantwortung ausnehmen könnte. Also wenn sich beide Partner vor dem Sex darauf einigen, daß wenn eine Schwangerschaft eintritt, es z.B. die alleinige Entscheidung der Frau mit ALLEN Konsequenzen ist, was mit dem Kind passiert. So haben beide Partner die Gelegenheit, sich rechtzeitig darüber Gedanken zu machen, ob unter diesen Umständen der Sex noch ok ist, oder man es besser gleich läßt, weil die Vorstellungen an der Stelle einfach zu weit auseinander gehen.

Und ja, ich bin der Meinung, daß man sich grundsätzlich bei Sex (eigentlich bei allem, was man tut, aber das würde jetzt zu weit führen😀 ) über mögliche Konsequenzen klar sein sollte, und dafür auch zumindest grob nen Notfallplan in der Tasche haben. 😉

Was ist aber mit dem Fall, wenn der Mann das Kind möchte, die Frau aber nicht? Kann der Wunsch des zukünftigen Vaters über das Wohlergehen der Mutter für die nächsten neun Monate gestellt werden? Darf jemand dazu gezwungen werden, seinen Körper für etwas herzugeben, was man nicht möchte? Ich meine, alle Welt würde wahrscheinlich auf die Barikaden gehen, wenn die Zwangs-Blutspende eingeführt werden würde, aber eine Frau dazu zwingen, ein Kind auszutragen, wäre ok?

Und genau wegen dieser Fragen kann es – zumindest in diesem Bereich – keine Gleichberechtigung geben. Einer der Partner wird immer zurückstecken müssen. Ob jetzt die Frau, über deren Kopf und Körper hin entschieden wird, oder der Mann, dessen Wünsche nicht relevant sind.

Und es macht wenig Sinn, den Kampf nach Gleichberechtigung und die Frage nach dessen Zweck ausgerechnet an diesem Thema aufzuhängen.

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