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Blog-Event LX: Gefüllte Tomaten, kalt und warm

14.09.2010

(Hauptartikel)

Tomaten zum Füllen

1 Zwiebel
1/2 rote Paprika
2 EL klein gehackte gemischte Kräuter (bei mir Petersilie, Schnittlauch und Basilikum)
200g Frischkäse
Butter
Milch oder Sahne
Salz, Pfeffer, Paprika, Zucker

für die warmen Tomaten: 1-2 EL fein geriebenen Parmesan

Die Zwiebel und den Paprika klein hacken und in Butter anbraten. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen, die Kräuter unterrühren und noch etwas durchziehen lassen.

Den Frischkäse mit etwas Milch/Sahne glattrühren, die Kräutermischung unterheben und mit Salz, Pfeffer, Paprika und einer Prise Zucker abschmecken.

Von den Tomaten den Deckel abschneiden, mit einem Teelöffel aushöhlen und mit der Creme füllen.

Für die warmen Tomaten noch den Parmesan unter die Creme rühren, dann ebenso füllen und für ca. 15-20 Minuten bei 200° (Umluft) im Ofen backen.

Mit etwas grob geriebenen Parmesan überstreuen und schmecken lassen. 🙂

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WTF?!?

18.08.2010

Ich mach seit sieben Jahren für einen Bekannten Designs für jeweils zwei Veranstaltungen pro Jahr. Kostenlos, nebenher, ist ein Kumpel, macht man gerne, außerdem tuts dem Ego gut, wenn man ein paar hundert Leute mit seinen Sachen rumlaufen sieht. Sein Geschmack wurde in letzter Zeit eher kitschig, meiner eher straight, es kam, wie es kommen muß, er hat jemanden gefunden, der mehr nach seinem Sinn arbeitet.

Nicht schön, klar, aber nix, was ich nicht auch überleben würde. Ich frag ihn also im Vorfeld der nächsten Veranstaltung, willst du, daß ich das noch mache, oder macht das der neue Designer? Nö, soll ich machen, aber natürlich, gar keine Frage. Ich setz mich also hin, geschätzte Arbeitszeit für den ersten großen Batzen ca. 30 Stunden, schick ihm das. Es kommen keine Begeisterungsstürme zurück, aber ein ok. Nach einigen Mails hin und her stellt sich dann heraus, daß er wohl doch nicht so glücklich mit dem Kram war, und er den neuen Designer dann doch auch nach einem Entwurf gefragt hat, der ihm – keine Überraschung – viel besser gefällt. Aber ich darf noch die Give-Aways machen.

ICH DARF?!?
ICH DARF WEITERE 30 ODER MEHR STUNDEN ARBEITEN, UND DU GLAUBST, DAMIT TUST *DU* *MIR* DEN GEFALLEN?!?

In der Arbeit crashen die zwei Maschinen eines RACs bzw. booten nach kurzer Zeit gleich wieder. Krisenbesprechung im Team, die Maschinen sind mir zwar nicht wirklich vertraut und von RAC hab ich keine Ahnung, aber wenn Maschinen in nem Cluster wild booten, ist ein genauerer Blick aufs Heartbeat-Netz auf alle Fälle einen Versuch wert. Wird ignoriert bzw. als nicht relevant abgetan. Eine Woche später, nach viel wildem Getue der Kollegen, stellt sich raus, daß der Cluster-Interconnect im Arsch ist (= das Netz, über das der Heartbeat läuft).

ACH ECHT?!?
WÄR ICH JA NIE DRAUF GEKOMMEN?!?

Ich baue eine neue Maschine auf, um damit ein Projekt auf alter Hardware abzulösen. Auf der alten Maschine ist ein Netz konfiguriert, wo ich nicht weiß, was es ist, und ob es überhaupt noch gebraucht wird, Traffic läuft keiner drüber. Also schreibe ich eine Mail an zwei Kollegen (einer davon noch im Urlaub), die mit der Umgebung besser vertraut sind,  ob ich das Netz auch mit auf den neuen Rechner legen soll. Antwort von Kollege 1 per Telefon, hm, weiß ich auch nicht. Warte ich ping mal die IP xxx.xxx.xxx.255, weißt du, das ist die Broadcast-Adresse, dann sehen wir, was in dem Netz sonst noch so da ist. Antwort von Kollege 2 per Telefon, eine Woche später: hm, weiß ich auch nicht, aber warte mal, ich pinge die IP xxx.xxx.xxx.255, weißt du, das ist die Broadcast-Adresse, dann sehen wir, was in dem Netz sonst noch so da ist.

ICH ADMINISTRIER SEIT KNAPP 10 JAHREN UNIX-MASCHINEN, ICH WEISS, WAS EIN BROADCAST-PING IST?!?
ABER DAS BEANTWORTET MEINE FRAGE NICHT?!?

Bin ich hier nur noch der Depp? Muß ich erst bei diesem Drecks-Alpha-Dog-Gewichse mitmachen, und durch Rumgezicke zeigen, daß ich die dickeren Eier habe, bevor man mich ernst nimmt? Ist meine Aufgabe so minderwertig, daß sie überhaupt nicht als Arbeit wahrgenommen wird, sondern als Gefälligkeit, die man MIR macht (laß die Kleene mal mit den bunten Pixeln spielen, is ja auch nett)?

WAS GLAUBT IHR BESCHEUERTEN ARSCHLÖCHER EIGENTLICH, WER IHR SEID?!?

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Blog-Event LIX: Melone

15.08.2010

Blog-Event LIX - Melone (Einsendeschluss 15. August)Ein Rezept mit Melone wünscht sich estrellacanela für diesen Event. Melone ist ja eine der wenigen Obstsorten, die ich essen kann, also ging das schon mal in Ordnung! 😀

Ich wollte unbedingt ein „warmes“ und herzhaftes Gericht mit Melone machen, hatte allerdings etwas Angst, daß ich dann nur matschig-wassrige Stücke bekomme. Deswegen war ich feige und hab die Melone gleich püriert und damit dann

Pasta mit Kräuter-Melone-Hähnchen

gekocht. 🙂

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Blog-Event LIX: Pasta mit Kräuter-Melone-Hähnchen

15.08.2010

(Hauptartikel)

1 große Hähnchenbrust (ca. 250g)
1/2 Honigmelone
je 1 gute Handvoll Basilikum- und Petersilienblätter
1 Rosmarinzweig
1 Thymianzweig
1 EL geschälte Mandeln
1 rote Paprika
1 große Zwiebel
2 EL Chiliöl
1 Bund Schnittlauch
Olivenöl, Salz, Pfeffer, Paprika

300g Spaghetti oder Linguine

Die Melone putzen und mit den Basilkum- und Petersilieblättern, den Mandeln und dem Chiliöl pürieren. Die Hähnchenbrust salzen und pfeffern, in eine Auflaufform geben, den Rosmarin und Thymian dazugeben, mit dem Püree übergiesen und ca. 30 Minuten bei 175° (Umluft) im Ofen braten. Wenn die Flüssigkeit zu sehr austrocknet, die Auflaufform abdecken.

Zwiebel und Paprika in dünne Streifen schneiden und in etwas Öl anbraten. Das fertige Hähnchen aus dem Ofen und der Soße nehmen, in Stückchen schneiden und nochmal kurz mit anbraten.

Die Pasta kochen, mit der restlichen Soße (Rosmarin und Thymian entfernen) und dem Hähnchen mischen, evtl. nochmal nachwürzen. Mit frischem Schnittlauch bestreuen und servieren.

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Schrödinger’s Rapist

31.07.2010

Ich habs als Edit schon in den letzten Artikel eingefügt, in den Kommentaren im Law Blog wurde von „kauz“ auf einen Artikel verlinkt, den ich verdammt genial fand:

Schrödinger’s Rapist: or a guy’s guide to approaching strange women without being maced

(Lesen! Jetzt!)

Der Artikel beschreibt ziemlich gut, wie sich Frau-sein in Bezug auf Dating und alles, was damit zu tun hat, so anfühlt. Das ist jetzt noch nichtmal als Gejammere im Sinne von „Oh, ich arme Frau, die täglich gegen die von der Gesellschaft bezüglich ihres Geschlechts auferlegten Handicaps kämpfen muss“ zu verstehen. Ich verbringe nicht meine Zeit damit, ständig darüber nachzudenken und Angst davor zu haben, Vergewaltigt zu werden. Da wird man ja nur doof von.

Aber es gibt bestimmte Dinge, die ich einfach nicht oder nur mit extremen Unwohlsein mache, und das ist genauso fest verdrahtet wie z.B. nicht bei Rot über die Ampel zu fahren.

Alleine Nachts in einer Großstadt durch etwas abseits gelegene Straßen laufen? Nö. Rucksackurlaub alleine, evtl. auch noch in einem Dritte-Welt-Land? Never. Alleine per Anhalter bei einem Mann mitfahren? Keine Chance. Einen Mann in einer Date-Situation in meine Wohnung lassen, wenn Sex mit ihm nicht was ist, womit ich leben könnte; also noch nicht mal, daß ich zu dem Zeitpunkt (schon) Sex mit dem Mann möchte, aber ich habe es zumindest in der Theorie in Betracht gezogen und für akzeptabel empfunden? Sicherlich nicht.

Und das ist keine Überreaktion oder überängstliches Verhalten. Ich meine, fragt euch selber, wenn ihr eine Geschichte lest

-> in der eine Frau sich nachts auf ner einsamen Straße als Anhalterin von nem Typen mitnehmen läßt, und dann sexuell angegriffen wird

Denkt ihr dann nicht „wow, wie dämlich kann man sein, weiß doch jeder, wie gefährlich das ist“?

-> eine Frau mit einem Mann nach einem Date mit in die Wohnung geht, und sie wird vergewaltigt

Glaubt ihr überhaupt, daß es eine Vergewaltigung ist, weil, pf, sie ist nach nem Date mit ihm in die Wohnung gegangen, was erwartet sie denn?

-> daß eine Frau nen kurzen Rock und ne tief ausgeschnittene Bluse anzieht, darin in der Disco mit viel Hüft- und Schulterbewegung tanzt, ein Typ meint, er muß da mitmachen und sie anfassen und sich mit voller Körperlänge fest an sie drücken, und sie sich dann wegen diesem sexuellen Übergriff beschwert

Wieviele würden das noch nichtmal als sexuellen Übergriff definieren, sondern mit einem „hat sie doch so gewollt“ und/oder „sie soll sich doch geschmeichelt fühlen“ abtun?

Und das sind die Fakten, mit denen man als Frau einfach lebt, genauso wie die zwei Fleischklöpse an der Vorderseite und daß man alle paar Wochen seine Tage hat. Ist halt so. Aber daraus entsteht auch dieser Teufelskreis.

Ich WEISS, daß alle Punkte oben totaler Blödsinn sind, daß in keiner Sitation die Frau schuld hat, daß jedesmal ihre Rechte auf Selbstbestimmung verletzt werden. Es ist SCHEISSEGAL, ob eine Frau nackig durch die Straße rennt und „Ich will Sex“ schreit, wenn sie eine Minute später „Nee, jetzt doch nicht“ sagt, ist das gefälligst zu akzeptieren und zu respektieren. Und es ein Unding, daß das nicht selbstverständlich ist.

Aber die gesellschaftliche Realität ist nun mal anders, und deswegen verhält man sich als Frau auch entsprechend, und Frauen, die das nicht tun, bekommen das Brandmark „Selber Schuld“.

Teufelskreis.

Aber der wichtigste Teil dieses Artikels, und der auch zur Situation von Anke und den dämlichen Kommentaren dazu wie die Faust aufs Auge passt, ist der Punkt 4 in dem Artikel

„The fourth point: If you fail to respect what women say, you label yourself a problem.“

Jedes ignorierte „nein“, ob verbal oder über Körpersprache, jede Überschreitung einer persönlichen Grenze, wie eng oder weit die auch jeder für sich steckt, ist eine Bedrohung. Punkt, ohne Ausnahme. Weil wie in dem Artikel schon geschrieben wurde, wie kann ich mich bei jemanden sicher fühlen, der meine Grenzen nicht akzeptiert bzw. als nicht gültig für sich empfindet?

Der Postbote hat die Grenze von professionellem Verhalten und damit auch eine Grenze von Anke überschritten.

Das ist die Tatsache.

Man mag darüber diskutieren, ob man für sich diese Grenzen anders stecken würde, man mag darüber diskutieren, wie man auf solche „Grenzverletzungen“ reagieren würde (und sich wie Anke im Nachhinein ärgern, daß man es nicht anders gemacht hat), aber das ist nicht der Punkt. Man muß die Grenzen einer anderen Person nicht nachvollziehen können, aber man MUSS sie akzeptieren.

Und wenn man sie – von mir aus auch aus Versehen – verletzt, gefälligst den Schritt zurücktreten und sich dafür entschuldigen. Nichts anderes. Ansonsten mache ich sehr deutlich, daß ich dem anderen null Respekt entgegenbringe und ihn einfach als Objekt sehe und behandle, was nur für meine Bedürfnisse da ist und sich gefälligst auch entsprechend anzupassen hat.

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Hey Anke!

29.07.2010

Edit: Anke linkt hierher, zitiert und meint aber den viel besseren Artikel von Feylamia. Mein Geschreibsel unten braucht ihr im Moment nicht wirklich lesen, mit dem eigentlichen Thema hat das nicht viel zu tun. Aber wenn ich euch schon hier habe 😉 , in den Kommentaren im Law Blog kam gestern noch von „kauz“ noch ein verdammt geiler Link:  „Schrödinger’s Rapist: or a guy’s guide to approaching strange women without being maced“. DER Artikel ist wirklich lesenswert! 🙂

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Laß dich nicht unterkriegen, und schon gleich gar nicht von den Kommentaren im Law Blog!

Ich kenn die Situation, ich fang bei sowas dann auch oft das heulen an, meist aus Wut (zum Großteil auch auf mich selber), nur sieht das in dem Moment keiner, sondern halt nur das Geheule. Was mich noch mehr wütend macht.

Aber das läßt sich tatsächlich trainieren, und es ist ein verdammt geiles Gefühl, wenn man in ner Situtation, wo man eigentlich mal dazu erzogen wurde, nix zu sagen, brav die Klappe zu halten, sich vielleicht sogar geehrt zu fühlen, aber auf jeden Fall und um Gotteswillen keinen Wind zu machen, es eben dann doch schafft, die Linie in den Staub zu ziehen und sich behauptet.

Auch wenn ich danach eigentlich noch  oft zittere und erstmal ne Kippe brauche! 😀

„Nein“ sagen fällt mir verdammt schwer, aber jedes „nein“, was ich hinbekomme, macht das nächste einfacher. Schon allein, weil es ein cooler Ego-Boost ist, sich nicht in die Opferrolle drängen zu lassen und festzustellen, daß man das tatsächlich auch ein Stück weit selber steuern kann.

Und was die Kommentare angeht…

Ich will ja jetzt nicht grundsätzlich verallgemeinern – aber nachdem ich auch eine ganze Menge solcher Spezialisten in meinem Bekanntenkreis habe –  was mich oft an Männern aufregt, ist ihre mangelnde Fähigkeit, einfach mal zu sagen, jo, scheiße, stimmt, des war gscheid doof von mir. Und das fällt nicht nur mir auf. Aus der Folge „Deep in Death“ von Castle sagt Alexis:

[„he“ = Owen, die Verabredung von Alexis, der sich aber für das Date so verspätet hat, daß es geplatzt ist, weil er Video gespielt hat]

And the minute he did show up, he tried to act like it’s no big deal. Like I’m overreacting. […]

Why do boys do that? Why do they always have to justify everything? Why can’t they just say they’re sorry?

Sound familiar? 😉

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Blog-Event LVIII: Kulinarisches aus Film und Literatur

14.07.2010

Blog-Event LVIII - Kulinarisches aus Literatur und Film (Einsendeschluss 15. Juli 2010)Das ist ein Spitzenthema, was sich Evi von kochen375 da für diesen Event ausgedacht hat. Hätte von mir sein können! 😀

Ich habe mich bei vergangenen Events ja schon öfters von Büchern inspirieren lassen, da gab es z.B. was von der Scheibenwelt oder aus dem Harry-Potter-Universum. Die Cookies könnten direkt aus „Friends“ stammen, und Buffy hat sich auch schon an einem Thanksgiving-Dinner versucht.

Damit waren allerdings die spontan Ideen auch schon erstmal abgehakt. Ich dachte mir aber, mal gucken, was ich die nächsten Tage und Woche noch so lese/sehe, da wird mir mit Sicherheit was einfallen. Letzte Woche habe ich mir dann mal wieder die erste Staffel von „The Big Bang Theory“ angesehen und nach der letzten Folge war klar, daß es nur

Tangerine Chicken

werden konnte!

Bazinga! 😉